Mit dem ersten eigenen Linux Handy will Nokia offenbar dem Apple iPhone den Kampf ansagen. Die Finnen bringen im Oktober 2009 dazu das neue Internet Tablett Nokia N900 auf den Markt. Dabei präsentiert Nokia ein Mobiltelefon, das technisch und optisch auf höchstem Niveau daher kommt, mit einem Preis von rund 600 Euro jedoch sogar noch recht preiswert ist.
Gespannt sein darf man, wie sich das N900 auf die Verkaufszahlen des N97 auswirken wird, da das N900 dem N97 optisch als auch technisch sehr ähnelt, jedoch über eine bessere technische Ausstattung verfügt. Wie es bei den Nokia Internet Tabletts üblich ist, verfügt das neueste Modell der Serie über eine ausziehbare Tastatur und eine Bildschirmauflösung von 800 x 480 Bildpunkten (3,5 Zoll).
Größter Unterschied zu den Vorgängern N770,N800 und N810: es ist jetzt ein komplettes Mobiltelefon und nicht mehr nur ein sogenanntes Internet Tablett, das lediglich VoIP Software als Grundlage fürs Internet-Telefonieren hatte. Das N900, das übrigens einen höher auflösenden Touchscreen hat als das iPhone, verfügt dabei nicht nur über Bluetooth und W-Lan, sondern eben auch GSM, UMTS, EDGE und HASPA, so dass eben ein tatsächliches Telefonieren auch möglich ist. Zudem kommt der iPhone Konkurrent eben mit einem Linux Betriebssystem (Maemo 5) daher und nicht mit dem für Nokia Mobiltelefone üblichen Symbian. Durch das Linux Betriebssystem ermöglicht Nokia beispielsweise ein Multitasking, was beim iPhone oft schmerzlich vermisst wird. Zudem wird das N900 des finnischen Konzerns eine Mini-Version des Firefox beinhalten.
Zur überwältigenden technischen Ausrüstung des Nokia N900 gehören unter anderem eine 5-Megapixel Kamera mit dreifach integriertem Zoom und ein integrierter UKW-Sender. Im Inneren des Internet Tabletts befindet sich ein OMAP-3430-SoC von Texas Instruments. Dieser hat einen 2d/3D-Hardware-Grafikbeschleuniger genauso integriert wie einen ARM-Cortex-A8-Kern. Die Taktfrequenz liegt bei 600 MHz. Zudem ist das Nokia N900 mit 256 MByte RAM und 32GByte internen Speicher ausgerüstet. Aber selbst dieser ist per Micro SD-Karte auf bis zu 48 Gigabyte erweiterbar.
[Fotos: Nokia]
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