Sanftes Eintauchen war gestern. Arschbomber und Wasserfontänen sind die Gegenwart. Zumindest wenn es ums Splashdiving geht. Die Extremsportart ist darauf ausgerichtet, dass das Wasser beim Eintauchen möglichst hoch und weit spritzt. Wer zu dicht am Wasserrand sitzt, kann sich quasi gleich selbst mal versuchen.

An diesem Wochenende finden sich die besten Splashdiver im Essener Grugabad ein, um den neuen Weltmeister 2009 zu küren. Insgesamt 120 Freestylespringer gehen an den Start. Der Spaß steht klar im Vordergrund. Die Medaillen sind trotz allem begehrt. Drei Tage lang wird in Einzel-, Synchron- und Teamwettbewerben um diese ungewöhnlichen Edelmetalle gekämpft.

Bewertungen gibt es sowohl für die drei Phasen (Jump Up, Move, Splashdown), als auch für den Style und die Show des Athleten. Nasses Entertainment kann man die ganze Geschichte auch nennen, die ihre Krönung am Sonntag findet. Dann will der amtierende Weltmeister Christian Guth einen neuen Weltrekord aufstellen. Mit einer Arschbombe aus 35 Metern. Ich hoffe, die Sanitäter stehen dich am Wasserbecken.

Splashdiving in Perfektion

Splashdiving in Perfektion

Ganz so neu ist der Sport allerdings nicht. Schon 2003 gab es in Bayreuth erste Wettbewerbe dieser Freestylespringer. Zwischendurch wurden die Weltmeisterschaften unter dem Namen “Arschbombe” ausgetragen. Erst 2005 wurde die internationale Bezeichnung “Splashdiving” eingeführt und seitdem immer weiter ausgebaut. Mittlerweile findet der Sport nicht nur in Deutschland Anklang. In diesem Jahr sind auch Athleten aus Tschechien, Australien und von den Philippinen am Start. Los geht es am Freitag um 12:00. Die letzte Siegerehrung findet am Sonntag um 16:00 statt.

[Fotos: splashdiving.com]

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