Gut 550 Fahrradkuriere aus 20 Ländern strampelten dieser Tage durch Tokio, um ihren besten zu ermitteln. Wer einmal die japanische Metropole besucht hat, der weiß, dass es praktisch keinen idealeren Austragungsort für die Weltmeisterschaften der Fahrradkuriere geben kann. Immerhin verrichten hier 400 Kuriere täglich ihren Job. Die Veranstaltung bewies einmal mehr, dass es durchaus auch Jobs gibt, bei denen sportliche Höchstleistung gefragt ist.
Dabei mussten die Teilnehmer der Fahrradkurier Weltmeisterschaften erstmals in der Geschichte ein besonderes Hauptrennen durchführen. Bislang hieß es hier für die Protagonisten jährlich, eine Liste mit Zielen schnellstmöglich abzuklappern. Doch in diesem Jahr hatte die Weltmeisterschaft der Fahrradkuriere etwas weitaus Diffizileres zu bieten. Die Teilnehmer mussten nämlich in dem zweieinhalbstündigen Rennen die Strecken anhand der Aufträge selbst zusammenstellen und dann abklappern. Dabei galt es, die Strecken ökonomisch zu gestalten, denn Gewinner war nicht Teilnehmer mit den meisten Auslieferungen, sondern derjenige, der den größten Umsatz erzielte. Damit fanden sich die Helden der Fahrräder also wieder sehr in der Realität.
Interessant war aber nicht nur der Hauptwettbewerb, sondern auch der sogenannte Fahrradwettstehen-Event. Dabei gilt es, am längsten mit einem „Fixie“-Rad auf der Stelle zu stehen, wobei der Schwierigkeitsgrad immer größer wird, muss man doch nach drei Minuten einhändig, danach freihändig, dann nur mit einem Fuß und am Ende gar ohne Füße stehen. Den Sieg sicherte sich hier am Ende der US Amerikaner Mike Cobb – Cargo Kurier aus Portland. Wenn er nicht gerade in Tokio dem Weltmeistertitel nachjagt, ist er hauptsächlich als Gemüse-Lieferant tätig. Zweiter wurde hier übrigens der Stuttgarter Veit Rückert.
[Foto: Copyright Karin Jung, PIXELIO]
Anzeigen: Polo-Shirts von LACOSTE

0 Kommentare
Kommentieren.