Nach jahrelangen Debatten, ob es einen Tablet-PC aus dem Hause Apple geben wird, hat Apple-Chef Steve Jobs am Mittwochabend das Geheimnis endlich gelüftet und den nach San Francisco angereisten Medienvertretern das iPad präsentiert.
Das iPad besitzt einen eigenen 1 GHz-Prozessor namens A4 und kommt in der Basisvariante mit 16 GB Flash-Speicher, der sich ab Werk auf bis zu 64GB aufstocken lässt. Wem W-LAN nicht ausreicht, kann ebenfalls ab Werk ein 3G-Modul für schnelle UMTS-Verbindungen mitbestellen. Das gerade mal 13,4mm dicke Tablet mit dem 9,7-Zoll-Multitouchdisplay zeigt 1024×768 Pixel bei einer Punktdichte von 132ppi und besitzt einen eingebauten Lithium-Polymerakku, der bis zu 10 Stunden Dauerbetriebszeit durchhalten soll.
Betrieben wird das iPad mit dem iPhone OS als Betriebssystem, das Zugriff auf den Appstore (übrigens auch auf alle iPhone-Apps), auf iTunes sowie auf das neu entwickelte iBooks erlaubt. iBooks ist eine Mischung aus virtueller Bibliothek und virtueller Buchhandlung – gekaufte Bücher finden sich dort ebenso wie eine Suchfunktion für neue elektronische Bücher. Apple beschreitet damit nach vorangegangenen Gesprächen mit verschiedenen Verlagshäusern neue Wege im Vertrieb von E-Books.
Andere iPhone-Programme wie der Internetbrowser Safari, Mail und der Kalender sind an Bord, und für $9,99 pro App kann der Benutzer einzelne iWork-Anwendungen herunterladen. Das iPad ist so eine ausgewogene Mischung aus Surf-Station, Arbeitsgerät, E-Reader, Spielkonsole und Musik- und Videoplayer. Ab Ende März soll die Auslieferung in den USA beginnen bei einem Basispreis von $499 mit 16GB Speicher – 32GB oder 64GB kosten je $100 Aufpreis, das 3G-Modul muss, wenn gewünscht, für $130 dazugekauft werden.
[Fotos: Apple]
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