Eigentlich schien alles klar: kurz, nachdem Microsoft auf dem Mobile World Congress in Barcelona Windows Phone 7 präsentiert hat, meldete der taiwanesische Hersteller HTC Interesse daran an, und zunächst ging man davon aus, dass sie es seien, die das erste Smartphone mit dem Windows Mobile-Nachfolger als Betriebssystem auf den Markt bringen würden. In Barcelona hatte Microsoft Windows Phone 7 umrissen: weniger bieder und business-like als Windows Mobile sollte es sein, ein neuer Schwerpunkt auf Kommunikation einschließlich Social Networks im Fokus – und dafür wurden auch einige Systemanforderungen beschrieben. Ein kapazitives Touchdisplay gehört zur Pflichtausstattung, ebenso drei Hardware-Buttons – einer davon für die Microsoft-eigene Suchmaschine Bing, und selbst bei der CPU wäre es genehm, wenn sie von Qualcomm käme.

Anforderungen, die HTC leicht erfüllen kann – doch jüngst fand in New York die Engadget Show, initiiert vom gleichnamigen Magazin engadget.com, statt. Dort war auch Aaron Goodman von Microsoft eingeladen, sich den Fragen des Chefredakteurs zu Windows Phone 7 zu stellen. Die Überraschung war groß, als er ein Smartphone aus der Tasche zog, um Windows 7 zu präsentieren – kein HTC, sondern ein Prototyp von LG Electronics lag in seiner Hand. Ausgestattet mit ausziehbarer Hardware-Tastatur, Touchdisplay und 5-Megapixel-Kamera soll es laut des Magazins kaum dicker als ein iPhone sein. Doch, merkte man an, seien Software und Hardware des LG Electronics Handys noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Interessant wird es dennoch, ob HTC das erste Windows-Smartphone mit Windows Phone 7 auf den Markt bringen wird, oder dann doch LG Electronics.

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