Nur wenigen Stunden nach der Präsentation des neuen Führungsduos formiert sich schon eine große kritische Masse gegen Armin Veh und Bastian Reinhardt. Der eine ist der neue Trainer des Hamburger SV, der andere übernimmt die Position des Sportchefs. Beide sind in ihrer neuen Rolle nicht unbestritten. Der HSV droht auch in der kommenden Saison ein Unruheherd der Liga zu bleiben.

Interne Querelen ziehen sich seit Jahren durch den Verein. Derart, dass sportlicher Erfolg nur schwer möglich ist. Der Nordklub scheint sich dadurch selbst im Weg zu stehen. Mit der Auswahl der neuen sportlichen Führungsspitze hat er sich keinen Gefallen gemacht.

Armin Veh Manager VFL Wolfsburg 2009/10 Manchester United V VFL Wolfsburg (2-1) 30/09/09 UEFA Champions League Photo Robin Parker Fotosports International

Sicherlich konnte Veh 2007 mit dem VfB Stuttgart eine überraschende Ausgangsposition verschaffen. Ähnliche Voraussetzungen gingen der Saison voraus, wie nun beim HSV. Darauf hofft man an der Elbe. Nur hat Veh davor und besonders danach (beim VfL Wolfsburg) diese Klasse nicht weiter bestätigen können. Im Umfeld ist nicht jeder froh über diesen Trainer.

Das sieht beim Sportchef nicht anders aus. Reinhardt genießt bei den Fans ein hohes Ansehen. Ein ehrlicher und unermüdlicher Kämpfer, dessen Karriere vor zwei Wochen zu Ende ging. Allen voran, weil der Körper nicht mehr mitspielte. Nun stürzt er sich in eiskaltes Wasser. Als einzige Empfehlung (abseits des Profidaseins) bringt er ein siebenmonatiges Praktikum mit. Ob das genügt, um den unruhigen HSV wieder in seichtes Gewässer zu führen.

Der Hamburger SV wird sich in den kommenden Wochen und Monaten auf starkes Gegenwind gefasst machen. Da hilft am Ende nur Erfolg, sonst versinken die Rothosen in den Fluten, die sie selbst erzeugt haben.

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